Über mich

Radfahren ist eine Leidenschaft, die ich trotz meiner Sehbehinderung seit meiner Kindergartenzeit liebe. Unbedingt wollte ich einen Rennradlenker an meinem Kinderfahrrad haben. Mein großes Vorbild der Kindertage war Bjarne Rijs, denn zuhause wurde die Tour de France regelmäßig im Fernsehen verfolgt. Der Funken der Begeisterung sprang sofort über. So hatte ich auch bald meinen Rennradlenker an meinem Kinderrad!

Meine Sportkarriere ist aber nicht so gradlinig verlaufen, denn in den Straßenradsport einzusteigen, war mir nicht möglich. Meine Sportkarriere begann zuerst in der Leichtathletik und ging später im Rudern weiter. Als Junior war ich in einer norddeutschen Auswahlmannschaft in der Königsklasse, dem Achter, unterwegs. Wir ruderten 2010 zum deutschen Vizemeister U19. Mit dem paralympischen Sport kam ich das erste Mal 2011 in Berührung und ich qualifizierte mich für den Vierer. Ein Jahr später konnten wir in diesem Boot bei den Paralympischen Spielen in London Silber gewinnen. Eine furiose Geschichte und steile Karriere, denn wir stellten im Halbfinale einen neuen Weltrekord über 1000m auf. Das erschütterte die gesamte englische Fach- und Presselandschaft. Schließlich durfte in London nur gewinnen, wer auch Brite ist. Leider war es aber nur im Halbfinale, so dass im Finale der britische Glaube nicht erschüttert wurde und wir mit Silber glänzen konnten.

2013 sollte mein persönliches Wendejahr werden. Ich wurde vom Deutschen Behindertensportverband zu einem Testwettkampf der Paracycling Nationalmannschaft eingeladen. Da stand die Tür bei mir ganz weit offen. Endlich kam mein Kindheitstraum zum Greifen nahe. Radsport! Es folgten viele harte Stunden im Kraftraum, auf der Radrennbahn und den Straßen Brandenburgs. Mein Ziel war klar, Radsport ist meine ganz große Leidenschaft. Leider bleibt mir der Straßenwettkampf verschlossen. Ich kämpfe jetzt auf der Radrennbahn, bei Weltmeisterschaften und anderen Wettkämpfen um die Medaillen.